Nun ist auch noch Peter gestorben. Es ging ihm eines Morgens nicht gut. Er konnte nicht laufen und fiel ständig um.  Unsere Vermutung war, dass der sich das Bein verdreht hatte. Wir haben ihn dann sofort in die Tierärztliche Hochschule gebracht. Dort wurde er untersucht. Man konnte nichts am Bein feststellen – aber leider war auch ansonsten unklar, was er hatte. Er wirkte immer schlapper.

Wir mussten ihn dort lassen. Als wir am nächsten Tag anriefen, gab es keine Verbesserungen. Der Zustand war wie am Vortag. Auch die nächsten zwei Tage brachten keine Besserung – trotz intensiver Betreuung. Dann rief uns die TiHo an und teilte uns mit, dass Peter verstorben sei.

Wir konnten nichts weiter tun, als ihn dann zu uns zu holen und dort zu begraben wo er immer so gerne gesessen hatte


Gestern  ist plötzlich und ohne Vorankündigung unsere Nina gestorben. Als wir abends die Gänse „zu Bett“ bringen wollten, saß Peter am Teich neben seiner Nina und Nina war tot. Wir hatten überhaupt keine Ahnung, weshalb sie gestorben ist. Wir brachten sie dann mit Peter in den Stall, weil Peter sehr verwirrt war.

Da Peter auf keinen Fall alleine bleiben konnte, versuchten wir sofort eine andere Gans zu bekommen. Das gelang uns sogar. Wir sind noch spät losgefahren zu jemanden, der Gänse im Internet angeboten hat. Jemanden dafür zu bezahlen, dass er die Tiere züchtet um sie anschließen zu töten, war nicht schön für uns. Aber was sollten wir so kurzfristig machen.  Zumindest hat die „neue“ Gans „Daisy“  so ein Zuhause bekommen, in dem ihr niemand jemals etwas antun wird.

Gegen 22:30 Uhr waren wir mit „Daisy“ bei Peter. Er beruhigte sich sofort, setzte sich zu ihr und begann sich zu putzen.

Heute habe ich Nina mit in die Tierärztliche Hochschule genommen. Wir wollten wissen, was passiert war. Nach der Untersuchung sagte man uns, dass sie unter einer hochgradigen Legedarmentzündung litt.

Es ist ein ewiges Karussell. Weil Nina gehen musste kann Daisy weiterleben. Dieses Leid und Glück nebeneinander ist manchmal schwer zu ertragen – aber das ist nun mal unsere Aufgabe.

Liebe Nina, gerne hätten wir Dich noch viel länger bei uns behalten. Danke, dass Du bei uns warst und dass Du Daisy das Leben gerettet hast!


Nina kam zusammen mit Peter zu uns. Sie sind am 03.02.2018 bei uns eingezogen

Nina (links) und Peter (rechts)

Sie sollten eigentlich zu Weihnachten 2017 sterben. Sie sollten sterben, damit man ihre toten Körper in gemütlicher Runde mit einem Glas Wein beim heiligen Fest verspeisen konnte.

Diese beiden hatten Glück – leider nur diese beiden. Sie wurden von einer sehr tierlieben Frau freigekauft – LEBENDIG!!!  Solange Menschen nicht verstehen, dass man auch sehr gut satt werden kann, ohne dass dafür so wundervolle, liebe Tiere grausam sterben müssen, kann man wenigstens ein Zeichen setzten. Und das hat diese liebe Frau geschafft. Danke Uta!

Uta hatte leider nicht die Möglichkeit, die beiden zu behalten. Sie brachte Peter und Nina zunächst in einer „Pflegestelle“ unter und suchte dann über „Rettet das Huhn e.V.“ nach einem endgültigen Zuhause, wo die beiden in Frieden leben können.