Ernie hatte einen riesigen Tumor und war deshalb einige Wochen in der Tierärztlichen Hochschule in Hannover. Der Tumor wurde wegoperiert – er war gutartig.

Heute fanden wir ihn, wie er sich im Gehege festgelegen hatte. Er lag mit den Beinen nach oben an der Wand der Schafhütte. Wir drehten ihn um. Es schien soweit alles ok zu sein. Er konnte nur nicht aufstehen. Seine Hinterbeine wollten nicht.

Wir brachten ihn in die Scheune in unser Schafgehege für unsere „Altenheimer“ und hofften, dass er nach kurzer Zeit wieder aufstehen kann. Nur leider passierte das nicht. Nach zwei Tagen ließen wir unseren Tierarzt kommen. Ernie bekam ein paar Spritzen und eine schlechte Prognose. Er war praktisch an der Mitte nach hinten hin gelähmt. Als es nach einer Woche immer noch nicht besser wurde baten wir unseren Tier-Physiotherapeuten sich der Sache anzunehmen. Er versuchte alles. Aber es gab keine Besserung. Wir holten erneut unseren Tierarzt. Gemeinsam entschieden wir, dass wir Ernie gehen lassen müssen, da es  keine Hoffnung auf Besserung geben würde und die aktuelle Situation ihm keine Lebensqualität mehr geboten hat.  

Das sind diese schlimmen Entscheidungen, die wir für unsere Tiere treffen müssen.

Ernie wir als kleiner leuchtender Stern über uns wachen und alles beobachten, was auf unserer Ranch weiterhin passiert.


Ernie und Bert sind Brüder.  Vor einigen Wochen fuhren Freunde von uns an einer Wise vorbei und sahen die beiden kleinen alleine dort liegen. Der Rest der Schafherde war ein größeres Stück entfernt. Das ist ungewöhnlich. Es war unseren Freunden gleich klar, dass die Mutter die beiden nicht angenommen hat. Sie fuhren zu dem Bauern, dem die Schafe gehören und sagten ihm, dass die beiden versorgt werden müssen.  Als sie am späten Nachmittag nochmal zur Wiese fuhren, lagen die beiden aber noch immer an der selben Stelle.  Sie fuhren dann erneut zu dem Bauern und sagten ihm, dass das nicht OK ist und er sich dringend kümmern müsse.  Da die Gefahr bestand, dass sich der Bauer nicht ausreichend kümmern würde, schlugen unsere Freunde vor, dass sie die Schafe mitnehmen. Sie selbst sind Schäfer. Insofern passte das. Der Bauer willigte ein.

Die beiden kleinen Lämmchen kamen mit in den Schafstall. Dort wurden sie die nächsten Wochen mit der Milchflasche gefüttert.

Da es sich beim der Schäferei um einen Zuchtbetrieb handelt, war klar, dass die beiden dort nicht bleiben können. Außerdem waren es kleine Böcke. Das Schicksal für die beiden wäre in ein paar Monaten der Schlachthof gewesen.

Zum Glück wurden wir dann gefragt, ob wir die beiden aufnehmen würden.

Nachdem die beiden noch ein paar Tage im Schafstall aufgepäppelt und von der Milchflasche entwöhnt wurden, holten wir sie zu uns.

Sie bekamen ihre Namen Ernie und Bert und wurden sofort ganz toll von unserer Herde aufgenommen.