Ernie & Bert

Ernie und Bert sind Brüder.  Vor einigen Wochen fuhren Freunde von uns an einer Wise vorbei und sahen die beiden kleinen alleine dort liegen. Der Rest der Schafherde war ein größeres Stück entfernt. Das ist ungewöhnlich. Es war unseren Freunden gleich klar, dass die Mutter die beiden nicht angenommen hat. Sie fuhren zu dem Bauern, dem die Schafe gehören und sagten ihm, dass die beiden versorgt werden müssen.  Als sie am späten Nachmittag nochmal zur Wiese fuhren, lagen die beiden aber noch immer an der selben Stelle.  Sie fuhren dann erneut zu dem Bauern und sagten ihm, dass das nicht OK ist und er sich dringend kümmern müsse.  Da die Gefahr bestand, dass sich der Bauer nicht ausreichend kümmern würde, schlugen unsere Freunde vor, dass sie die Schafe mitnehmen. Sie selbst sind Schäfer. Insofern passte das. Der Bauer willigte ein.

Die beiden kleinen Lämmchen kamen mit in den Schafstall. Dort wurden sie die nächsten Wochen mit der Milchflasche gefüttert.

Da es sich beim der Schäferei um einen Zuchtbetrieb handelt, war klar, dass die beiden dort nicht bleiben können. Außerdem waren es kleine Böcke. Das Schicksal für die beiden wäre in ein paar Monaten der Schlachthof gewesen.

Zum Glück wurden wir dann gefragt, ob wir die beiden aufnehmen würden.

Nachdem die beiden noch ein paar Tage im Schafstall aufgepäppelt und von der Milchflasche entwöhnt wurden, holten wir sie zu uns.

Sie bekamen ihre Namen Ernie und Bert und wurden sofort ganz toll von unserer Herde aufgenommen.

 


Zupfi

Zupfi  stammt aus einer Schafzucht.  Seit ihrer Geburt Anfang 2018 humpelte sie vorne rechts.

Als die Schafherde im Frühjahr auf die Weide kam, ging auch Zupfi mit. Nach einigen Tagen wurde es für sie aber zu anstrengend. Sie konnte nicht gut mithalten.

So brachte der Schäfer sie in den Schafstall, wo sie zusammen mit ein paar anderen kranken Schafen wohnte. Sie sollte dann zum Schlachter.

Als wir (Pamela & Lutz) die Kleine sahen, schlugen wir vor, dass wir sie in die Tierärztlichen Hochschule fahren und untersuchen lassen. Dann haben wir wenigstens einen Befund und können entscheiden, wie es mit dem Schäfchen weiter geht.

So machten wir es dann auch. Wir hatten uns gerade für unseren Pferdeanhänger eine Kamera gekauft mit der man währen der Fahrt sehen, kann, was in dem Anhänger passiert. Das kleine Mädchen stand die ganze Fahr über und zupfte an dem Heubeutel, der in dem Anhänger hing. So kam sie zu Ihrem Namen „Zupfi“.

In der TiHo stellte man fest, dass es sich um einen ganz seltenen Fehler handelt: Zupfi kam im rechten Vorderbein ohne Speiche auf die Welt. Deshalb humpelt sie, als wäre das Bein gebrochen.

Es war also klar, dass sie nicht mit der großen Herde auf die Wiese kann. Aber die kleinen Herde auf der LITTLE~Q~RANCH war die alternative zum Schlachter.  So führte die Rückfahrt von der TiHo nicht mehr in den Schafbetrieb, sondern auf unsere Ranch. Das war mit dem Schäfer auch so abgesprochen.

Jetzt hat Zupfi eine eigene Herde und muss keine weiten Wege mehr laufen. Das klappt prima.

Wir hoffen nun, dass das andere Bein, welches ja die Belastung des „kaputten“ Beins mittragen muss, nicht unser dieser zusätzlichen Belastung leidet.

Aber bestimmt wird alles gut!

 


Karlchen, Ingo & Martin

Karlchen, Ingo und Martin stammen von einem Schafzüchter. Obwohl dieser Schafzüchter seine Tiere sehr gut hält, kommen die Böcke, die nicht zur Zucht übernommen werden, einigen Monate nach ihrer Geburt zum Schlachter. Sicherlich können wir nicht allen Tieren dieses Schicksal ersparen – aber bei diesen beiden (und Ingo  s.u.) haben wir es getan.

Karlchen und Martin sind dicke Freunde und gehen überall gemeinsam hin. Beide sind sehr lieb und zutraulich. Martin findet es toll, wenn wir mit ihm Kunststücke machen, wie z.B. über Hürden springen. Dann ist er immer ganz konzentriert und voller Freude dabei.

Ingo ist etwas scheu. Man erkennt ihn schon von der Ferne, wenn seine sehr langen Ohren beim Gang über die Wiese im Takt wackeln.


 

Püschel

Unsere liebe Püschel ist eines unserer ältesten Schafe. Sie ist seit Anfang 2009 bei uns und stammt aus dem selben Tierpark wie Wolli (s.u.). Sie kam zusammen mit Fritzi zu uns.

Püschel ist sehr anhänglich. Immer wenn Lutz aus dem Haus kommt und Püschel ihn sieht, fängt sie an zu schreien. So lange, bis wir ihr das Tor aufmachen, damit sie mit uns auf den Hof und dann in die Scheune kommen kann. In der Scheune ist ja schließlich der Hühnerstallt, wo es immer leckers Hühnerfutter zu klauen gibt. Auch beim Spaziergang über die Wiesen ist sie gerne mit dabei. Wenn wir uns im Sommer ins Gras legen, legt sich sich gerne dazu.

 


Wolli (Wolle)

Wolli war unser erstes Schaf. Er ist 2008 zu uns gezogen. Er stammt aus einem Tierpark und war dort über… Er ist ganz besonders. Er ist der Kleinst aber dennoch unser „Bürgermeister“. Wir haben schon so viele unglaublich lustige Dinge mit ihm erlebt, die man hier gar nicht alle aufzählen kann. Beispielsweise, wie er immer über den Hof oder die Wiesen hüpft und dabei gleichzeitig mit allen vier Beinen abhebt und wieder aufkommt. Wenn man dies beobachten darf kann man nicht anders, als laut loszulachen.


 Lena

Im Mai 2008 holten wir zusammen mit einer Amtsveterinärin, Gemeindevertretern und der Polizei eine Schafherde aus einem Missstand heraus. Wir hatten uns schon mehrere Wochen um die Schafe gekümmert. Die Besitzer wohnten in Hamburg und kümmerten sich nicht. Mehrere Schafe waren schon in den Teichen auf dem Grundstück ertrunken bei dem Versuch, ans Wasser zu kommen. Wir hatten die Aktion sorgfältig vorbereitet. Wir sammelten Beweisfotos und führten Protokoll, um nachweisen zu können, dass sich niemand um die Tiere kümmerte. Als wir dann eines Tages ein kleines totes Schaf auf dem Grundstück fanden, war das Maß voll. Das Problem für die Amtsveterinärin waren die Kosten. Wenn sie Schafe beschlagnahmt, muss der Landkreis für die Folgekosten aufkommen. Und da liegt das Problem. Es wird dann der Fleischpreis gegen die Kosten, wie z.B. Tierarzt, Schafscheerer, Unterbringung u.s.w. aufgerechnet. Wenn die Kosten den Fleischpreis übersteigen, werden die Tiere verkauft. Und da kommen dann nicht nur Tierfreunde, die die Tiere zu sich nehmen wollen…..

Wir sagten, dass wir die Tiere aufnehmen und auch für die erste tierärztliche Versorgung sowie den Schafscheerer aufkommen. Das machte die Aktion für die Amtsveterinärin einfacher. So kamen die 17 Schafe am 26.05.2010 zu uns. Am Samstag darauf gewann Lena Meyer-Landrut den Grandprix. Als wir den Morgen nach dem Grand-Prix zu unseren neuen Schafen auf die Wiese kamen, war ein kleines Schafmädchen geboren. Logisch, dass das Mädchen den Namen „Lena“ bekam!

Lenas Mama lies Lena jedoch nicht trinken. Wir sperrten beide zusammen in einen kleinen Stall. Auch das half nichts. Wir musste die Mama festhalte, damit Lena ihre notwendige Milchration bekam. So gingen mehrere Tage ins Land. Dann besorgten wir eine Nuckelflasche und alles Notwendige, um Lena mit der Flasche zu versorgen. Von da an hatte Pamela ein Schaf-Baby. Mehrfach am Tag kam die kleine Lena über die Wiesen nach vorne zum Hof und schrie hinter dem Zaun, damit Pamela ihr die Flasche gab. Manchmal hatte sie auch nachts Durst und kam dann schon mal morgens um vier Uhr und schrie. Wenn sie dann fertig war mit trinken, ging sie wieder den ganzen Weg zurück zur Herde über die Wiesen. Ihre kleinen Ohren wippten dann immer beim Gehen. So vergingen Wochen und Monate. Lena wurde immer größer und größer. Sie kam dann auch schon mal mit in die Küche und war mit dabei, wenn wir ihr ihre Flasche zubereiteten.

Auch als sie schon richtig groß war und keine Flasche mehr brauchte, kam sie und schrie, wenn die Flasche nicht sofort angereicht wurde.

Wir füllten inzwischen nur noch Wasser in die Flasche. Das war ihr aber egal. Hauptsache die Flasche. Wir fragten uns, ob das jetzt das ganze Leben so weiter geht. Wir sahen keine Möglichkeit, die Flasche abzusetzen. Wenn wir es versuchten, schrie sie so lange, bis wir aufgaben.

Eines Tages regnete es in Strömen. Wir lagen im Bett und warteten schon, dass Lena wieder vor dem Tor stand und schrie. Aber es regnete so doll, dass Lena wohl auch keine Lust hatte. Das war die Rettung. Ab diesem Tag brauchten wir ihr keine Flasche mehr zu geben. Lene wuchs und wuchs. Inzwischen wiegt sie fast 100 Kg. Sie wird immer unser Kind bleiben.


 

 

 

 

 

 


Lilli & Bailey

Auf einer Fahrradtour im Sommer 2009 kamen wir an einem Bauernhof vorbei. Dort standen einige Schafe auf einer Wiese.

Als wir anhielten, kamen die Schafe zu uns an den Zaun. Eines fiel besonders auf, da es sehr zutraulich war. Wir streichelten es und fuhren dann weiter. Ein paar Tage später fuhren wir wieder dort lang. Wieder kamen die Schafe zu uns an den Zaun. Wir kannten den Bauern. So fragen wir ihn, was er mit den Schafen vor hatte. Er schaute uns an und sagt: „Was soll ich damit vor haben? Ich kann nicht alle Tiere behalten. Die werden in der Gefriertruhe landen.“ Wir fragten, ob wir die Schafe haben könnten. Wir konnten ihm das schwarze Schaf und die Schwester abkaufen. Der Bauer freute sich, dass er die Tiere nicht schlachten musste.

So zogen die beiden zu uns: Sie bekamen die Namen „Lilli“ und „Bailey“. Lilli ist extrem verschmust. Sie liebt es sehr mit Menschen zu kuscheln und in den Arm genommen zu werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Bruno & Benno

Bruno und Benno sind ganz dicke Freunde. Sie kamen aus dem selben Missstand wie Eric.

Bruno hat manchmal Probleme mit seinen Füßen. Da ist er sehr empfindlich.

In den ersten Monaten, in denen er bei uns war, musste er sogar zwei Mal in die Tierärztliche Hochschule, weil er so doll gehumpelt hat. Beim zweiten Mal ist sein Kumpel Benno mitgefahren und blieb dort zusammen mit Bruno für zwei Wochen, damit Bruno nicht alleine war.

Wenn Bruno mal wieder Probleme mit seinen Füßen hat, die ganze Herde auf die Wiese geht und Bruno nur sehr langsam hinterher kommt, wartet Benno immer auf ihn und geht dann langsam mit ihm zu den anderen. Wenn man das miterleben kann, ist es unbegreiflich, dass es Menschen gibt, die solchen Tieren Schaden zufügen können.

Benno hat leider herausbekommen, dass, wenn man ganz lange und ganz laut schreit, der Mensch Futter bringt. Inzwischen hat er dieses Verhalten perfektioniert. Spätestens ab 14:30 Uhr stellt er sich ins Schafgehege und teilt mit, dass es an der Zeit ist für ein paar Karren Heu. Ihn zu ignorieren bring nichts – funktioniert auch nicht, da er dermaßen laut blökt, dass es sich anhört, als wenn die „Queen Mary“  ihr neues Nebelhort testet. In dem Moment hassen wir ihn. Wenn er dann aber genüsslich sein Heu mümmelt, wird ihm auch schnell wieder verziehen – genau bis zum nächsten Tag, ca. 14:30 Uhr.

Nach Aussage der Amtsveterinärin, mit der wir die Schafe aus dem Missstand herausgeholt hatten, waren alle Böcke unfruchtbar („abgeklemmt“). Das stimmte auch fast – nur nicht bei Bruno. Wie wir später feststellen sollten, war Bruno noch im Besitz seiner Manneskraft.  Wir merkten es daran, dass er sich viel bei Lilli und Bailey aufhielt – welche nach einiger Zeit dicker wurden und uns eines Tages jede von ihnen zwar ungewollte, aber dennoch wunderschöne Kinder schenkten – „Muffi“ und „Lucy“. Bei dem nächsten Aufenthalt in der Tierklinik wurden dann bei Bruno nicht nur die Füße behandelt…

Inzwischen bekommen wir das mit Brunos Füßen immer selber gut hin, so dass er schon sehr lange nicht mehr in die Klinik musste.

Zu erwähnen ist noch, dass man unbedingt mal hören muss, wenn Bruno blökt. Es hört sich tatsächlich an wie ein riesengroßer Bär. Das muss man einfach mal gehört haben.


Muffi

Muffi ist bei uns am ‎7. ‎Februar ‎2011 geboren. Er ist der Sohn von Bruno und Lilli. Eigentlich sollte Bruno gar keine Kinder mehr zeugen können – so wurde es uns gesagt. Aber plötzlich war er da – unser Muffi. Als er geboren wurde hatte er wunderschöne Punkte.

Er ist ein selbstbewusster Junge. Er ist auch der Vertreter von seinem Onkel „Benno“: Wenn Benno mal verhindert ist, um nachmittags nach Futter zu schreien, übernimmt Muffi seinen Job. Das macht er sehr zuverlässig. Manchmal schreien die beiden aber auch im Chor. Wir sagen den beiden dann, wie blöd wir das finden. Das ist ihnen aber egal.


Lucy

Am 22.02.2011 um 22:15 Uhr ist unsere Lucy geboren. Sie ist die Tochter von Bailey und Bruno. Wie schon oben bei „Muffi“ erwähnt, sollte Bruno gar keine Kinder mehr zeugen können. Naja, dieses wunderschöne Mädchen hat er zusammen mit Bailey jedenfalls dennoch gut hinbekommen (…bevor ihm dann endgültig diese Fähigkeit entzogen wurde) .

Lucy ist einfach nur lieb. Es ist sooo schön zu wissen, dass sie – genau wie Muffi – noch nie etwas Schlechtes in ihrem Leben erlebt hat.

 

 

 


 

Fussel & Pünktchen

Die beiden Geschwister sind die jüngeren Geschwister von Lilli & Bailey. Sie stammen von dem selben Bauern. Wir sahen die beiden, als wir damals Lilli & Bailey abholten. Sie waren beide damals beide noch sehr klein, aber auch diese beiden waren für die Gefriertruhe vorgesehen.

Der Bauer gab uns zum Glück auch diesen beiden. Sie mussten aber erst noch einige Monate bei der Mama bleiben, bevor wir sie abholten.

Pünktchen ist ein ganz bescheidener Junge. Wenn wir mit den Schafen und Ziegen kuscheln, stellt er sich immer hinten an und wartet, bis er dran kommt. Er würde nicht drängeln oder gar boxen.

Fussel liebt es auch zu kuscheln. Man braucht nur in ihre Nähe zu kommen, dann kommt sie angelaufen.

 

 

 

 

 

 

Unglaublich, wie lieb diese Tiere sind.


Fritzi

Fritzi ist ein besonders lustiger Bursche. Er stammt ursprünglich aus einem Streichelzoo. Da er jedoch Hörner hatte, war er als Streichel-Schaf für Kinder nicht geeignet. So nahmen wir Fritzi zu uns.

Als er bei uns ankam, war er noch sehr jung. Er schaute sich viel von den Ziegen ab.

Mit denen spielte er auch immer. Wenn die Ziegen vor Freude auf die Dächer der Hütten sprangen, machte Fritzi einfach mit. Ihm war es egal, dass er ja eigentlich ein Schaf ist. Auch heute noch steht er oben auf dem Steinhügel oder gerne auch auf dem Dach einer Hütte. Für ihn ist das ganz normal.